Sparkasse Günzburg-Krumbach - Gesamtneuausrichtung Sparkasse 2012

Sparkasse Günzburg-Krumbach - Gesamtneuausrichtung Sparkasse 2012

Mit dem Projekt „Sparkasse 2012“ hat die Sparkasse Günzburg-Krumbach im Jahr 2010 begonnen, sich strategisch und organisatorisch für den steten Wandel des Kundenverhaltens und die damit verbundenen veränderten Rahmenbedingungen im Wettbewerb mit anderen Finanzdienstleistern zu rüsten.

Bei einer Führungskräfteklausur unter Teilnahme des Vorstands wurden im Rahmen des Strategieprozesses – auf Basis der Ergebnisse von PARES Kompakt und zahlreicher weiterer Analysen – zukünftige strategische Ziele für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft der Sparkasse definiert:

  • Konsequente Ertragsorientierung im Vertrieb
  • Konsequente Kostensenkung in der gesamten Sparkasse
  • Verfolgen eines angemessenen Wachstums im Kundengeschäft


Mit der Erstellung von notwendigen Detailanalysen und der fachlichen Projektbegleitung wurde die snc Bayern beauftragt.
Das Projekt „Sparkasse 2012“ gliedert sich in drei Phasen: Während der ersten Phase wurden die vorhandenen Detailanalysen der Sparkasse aus vorangegangen Projekten auf ihre Aktualität überprüft. Zudem wurden folgende Themenfelder untersucht:
 

Um einen erfolgreichen Projektverlauf zu gewährleisten, wurde der Auftakt von „Sparkasse 2012“ in einer Mitarbeiterveranstaltung durch den Vorstand kommuniziert. Diesem war es wichtig, von Beginn an alle Mitarbeiter der Sparkasse über die Ziele des Projekts zu informieren. Ein Projektnewsletter informierte regelmäßig über den aktuellen Status.

Die zu analysierenden Bereiche wurden zum einen mittels Workshops mit Vertretern der verschiedenen Vertriebs-, Marktfolge- und Stabsbereiche untersucht, zum anderen anhand von Dokumenten der Sparkasse kritisch gewürdigt, zusätzlich erfolgte der Besuch ausgewählter Vertriebseinheiten. Ergänzend fand eine Befragung der Mitarbeiter im Rahmen von Einzel- und Gruppeninterviews statt. Anschließend erfolgte auf Basis der Zusammenfassung der Ergebnisse der Abgleich mit Konzepten der S-Finanzgruppe, um mögliches Handlungspotenzial aufzuzeigen. Im Rahmen einer Vorstandssitzung wurden dem Vorstand Handlungsempfehlungen zur sofortigen Umsetzung oder Weiterbearbeitung in der zweiten Phase des Projekts vorgeschlagen.

Auf Basis der Vorstandsentscheidungen und eines gesonderten „Strategietages“ des Vorstandes, bei dem die vorhandenen Strategien für die Projektarbeit konkretisiert wurden, konnte der Projektplan für die zweite Phase – die Konzeptionsphase – erstellt und folgende Projektstruktur in der Sparkasse etabliert werden:
 

Jedes Teilprojekt wird durch einen Teilprojektleiter der Sparkasse verantwortet und bei regelmäßigen Treffen der Verantwortlichen werden die entsprechenden Themenfelder vernetzt. Durch die Bündelung der Gesamtthemen durch je einen Projektleiter der Sparkasse und der snc Bayern ist sichergestellt, dass zu jeder Zeit sämtliche Themenfelder miteinander optimal vernetzt sind und vor allem Zusammenhänge unter den einzelnen Teilprojekten erkannt und entsprechend bearbeitet werden. Im Rahmen von fest definierten Vorstandssitzungen werden die notwendigen Entscheidungen durch den Vorstand kurzfristig getroffen. Durch diese schlanke Projektstruktur ist ein schnelles Vorgehen im Projekt möglich.

Die zweite Projektphase wird noch bis Mitte des Jahres 2011 andauern. Auf Grundlage einer angepassten Aufbauorganisation für das Gesamthaus wurde bereits eine neue Aufbauorganisation im Vertrieb umgesetzt; so wurden einzelne Filialen zu Teilmärkten gebündelt und Gebietsleitern unterstellt. Im Januar 2011 haben die Gebietsleiter nach einem umfangreichen Ausschreibungs- und Auswahlverfahren ihre Aufgabe angetreten. Sie wurden darauf durch Führungstrainings  der Sparkassenakademie Bayern vorbereitet. Ebenso wurde ein Prozessmanagement für die Sparkasse definiert, das aktuell umgesetzt wird. Grundlage hierfür war das DSGV-Konzept aus Modell O. Nach Abschluss der zweiten Phase erfolgt in der Umsetzungsbegleitung ein regelmäßiges Review der umgesetzten Arbeitspakete und Prozesse. Damit soll eine nachhaltige Umsetzung gewährleistet und im Rahmen des Projektcontrollings überprüft werden, ob die strategischen Ziele des Projekts erreicht wurden.

Für 2011 sind noch zahlreiche Vertriebs- und Stabsthemen in der Konzeption: So wird z. B. das künftige Vorgehen bei der Betreuung der Freien Berufe sowie der Geschäftskunden definiert. Für eine optimale Unterstützung des Vertriebs bekommt das Vertriebsmanagement ebenfalls eine neue Ausrichtung.
In der Umsetzungsphase befindet sich außerdem das Kreditprojekt der Sparkasse, mit dem Prozesse teilweise völlig neu gestaltet wurden, was auch zu aufbauorganisatorischen Veränderungen des Marktfolgebereiches führte. Ziel war hierbei nicht nur die höhere Effizienz der Bearbeitung und des Mitarbeitereinsatzes sondern auch die Beibehaltung der qualitativen Anforderungen und insbesondere der risikorelevanten Aspekte.
Nach etwa der Hälfte der gesamten Projektzeit sind bereits zahlreiche Arbeitspakete abgearbeitet und für die Mitarbeiter in der Sparkasse sind schon heute spürbare Veränderungen eingetreten. Die altersbedingten Veränderungen des Mitarbeiterstammes konnten bzw. können so gut durch die erforderlichen Anpassungen ausgeglichen werden. Wir sind überzeugt, die angestrebten Ziele gemeinsam termingerecht zu erreichen, weil wir die Konzeptionen an den zentralen Vorgaben orientieren und sie konsequent umsetzen.